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Und es hat "booom" gemacht

Die alte Equipment-Geschichte: Klau, schau, wem. Wenn was weg oder kaputt ist, will es keiner gewesen sein.

Vor einigen Monaten war ich auf einem Konzert im MarX, bei dem ich mich ganz unabhängig von der Musik gewundert habe, warum praktisch jede Amateurband ihre eigene Backline mitgebracht hatte. Der Umbau dauerte entsprechend länger und in den Pausen waren jede Menge Leute auf der Bühne, die Marshalls und Drumteile schleppten. Ich fragte also einen der Bandleute. Seine Antwort war für mich (nicht ganz) neu: „Keiner wollte die Backline stellen, wegen Schrotten und so.“

Ich kann mich an die Bandnet Live-Geschichten gut erinnern. Das Problem hatten wir nicht nur einmal, aber das Rezept damals war: Wenn keiner die Backline stellt, spielt halt jede Band nur die Hälfte der Zeit. Schwupps, waren Freiwillige da. Wie auch immer, die Sache hatte mich gepackt. Was ist eigentlich, wenn einer der Kollegen der anderen Bands, die über die eigene Backline mitspielen, das Basedrum-Fell himmelt? Was, wenn jemand den Amp dermaßen aufdreht, dass sich die Röhren verabschieden? Was, wenn der nette Drummer von der Band zuvor die Becken zerhackt?

Jetzt wollte ich es genau wissen. Gig, Transport, Bandraum – wer hat „Verluste“ zu beklagen: Die zügig erstellte Bandnet-Umfrage ergibt nach drei Monaten ein doch überraschendes Bild: Fast 60% hatten schon mal das Pech kaputter oder geklauter Instrumente bzw. kaputten/geklauten Equipments (23% im Rahmen eines Gigs, 22% im Proberaum und 14% auf dem Weg). Immerhin knapp über 40% gehören dagegen zu den glücklichen Gewinnern und hatten noch keine Probleme.

Umfrage

Blöd sind solche Sachen immer – noch blöder, wenn man nicht weiß, wer es am Ende gewesen ist, von dem man das Geld wiederholen könnte. Das Problem ist, dass man seine Musik und seine Band liebt und teilweise ziemlich viel Kohle für Instrument, für den Amp, die Drums oder das restliche Equipment ausgibt. Wenn Instrument oder Equipment weg oder kaputt sind, steht man oft vor dem Scherbenhaufen und weiß nicht, woher man das Geld für die Neuanschaffung nehmen soll.

Ich google also nach Gig-Versicherungen. Nach Musikerversicherungen. Nach Bandraumversicherungen. Nach Tourneeversicherungen. Nach Equipmentversicherungen. Und sieh da: Gibt es alles!?!

Es gibt Versicherungen, die bestimmte Gefahren von Bands absichern, was Instrumente und übriges Equipment angeht. Im Prinzip eine gute Sache, vor allem wenn man es schafft, die gesamte Band auf einmal abzusichern. Ich mache mich also auf die Suche und treffe auf einen Versicherungsmakler in Hamburg, der sich – nebst anderem – auf solche Versicherungen spezialisiert hat, und frage einfach mal nach: Wie passen Rock’n’Roll und „Musikinstrumenteversicherungen“ zusammen? Wie funktioniert das mit zerbrochenen Becken und Schadensmeldebögen?

Es geht offenbar, aber ein Mittelmann kann helfen. Und: Es kostet weniger als ich dachte – vor allem, wenn man sich den Betrag mit allen Bandmitgliedern teilt. Sucht einfach mal im Netz nach "Instrumentenversicherungen"...

(Update: Die frühere Version enthielt einen Link zu einem weiteren bandnet-Artikel, in dem ein Hamburger Versicherungsmakler vorgestellt wurde, der entsprechende Versicherungen anbietet; dieser Artikel wurde entfernt, daher fehlt jetzt auch hier der Link.)

Kommentare

Bild von coy78

Re: Und es hat "booom" gemacht

Mein Bruder ist mal auf meine neue Gitarre getreten aber gewesen ist er es nicht lol (stand aber neben ihm)

Bild von Saul Hudson

Re: Und es hat "booom" gemacht

Es muss ja nicht immer gleich das große Chaos sein, aber mir sind auf diversen Auftritten schon diverse Gitarrenständer "verloren" gegangen. Das sind zwar so gesehen nur ein paar Euro bzw. DM, aber weg ist der Ständer erst mal. Bis man dann Zeit hat loszugehen einen neuen zu kaufen, nervt das schon ganz schön!